Offizielles Firmenverzeichnis der österreichischen Wirtschaftskammer – Ein Lob auf Österreich

Ich sehe mich veranlasst, ein Lob auf unsere österreichischen Nachbarn auszusprechen.

Für Anbieter von Dienstleistungen ist es ratsam, einen potenziellen Kunden, Interessenten usw. zu prüfen. Schritt 1 ist dabei festzustellen, gibt es den Kunden überhaupt, stimmt der Firmenname oder ist es ein Phantasiegebilde und stimmt die Adresse? Unsere österreichischen Nachbarn haben dafür sinnvollerweise ein einheitliches Verzeichnis der Wirtschaftskammer.

Unter http://firmena-z.wko.at/ findet man kostenlos (!!!) Basisdaten (Firmenname, selbstgegebene Firmenbezeichnung (!!!), Anschrift, Telefon, Firmenbuchnummer, Umsatzsteuer-Identifikationsnummer) über alle Unternehmer als Rechtspersonen (Ges. m. b. H., AG usw.) und Einzelunternehmer.

Warum überhaupt diese Prüfung?

Wenn bereits diese Basisdaten nicht mit den Daten der Anfrage übereinstimmen, kann man getrost von dem Kunden/Interessenten die Finger lassen oder sollte auf Vorkasse bestehen.

Warum den Firmennamen prüfen?

Als Anbieter von Waren oder Leistungen sollte man genau wissen, wer genau sein Vertragspartner ist. Besonders Einzelunternehmer und manche Angehörigen der freien Berufe, bsd. Übersetzer😉, geben sich gern Phantasienamen, z. B. EFG-Translations (Ähnlichkeiten mit echten Unternehmen sind nicht beabsichtigt und wären rein zufällig). Dahinter steht aber als Verantwortlicher eine Einzelperson.

Somit wäre bereits die Rechnung, die „EFG-Translations“, aber nicht an den Einzelunternehmer (mit Vor- und Familienname anzugeben) geschickt wurde, rechtlich unwirksam. Man könnte nur auf sein Glück hoffen, dass der Angeschriebene trotzdem zahlt. Ebenso könnte man im Falle eines Falles keinen Mahnbescheid erstellen und wirksam zustellen.

Gleiches gilt für die Adresse: Es muss die Hausadresse des Unternehmer(n)s sein.

Oftmals schreiben Unternehmer/n aber aus Unwissenheit oder Versehen nur den Phantasienamen und/oder nur eine Postfachadresse in Ihre Anfragen oder sind an ihrem Arbeitsort darunter wohlbekannt. Mit einer derartigen Abfrage kann man diesen kleineren und verständlichen Mangel beheben.

Ein weiterer Vorteil ist, dass man mit diesen Angaben / dieser Abfrage auch die Unternehmereigenschaft des österreichischen Kunden glaubhaft machen kann. Diese benötigen wir Übersetzer ja, um Rechnungen als nicht steuerbar für die Umsatzsteuer ohne eben diese Umsatzsteuer auszustellen.

Warum bin ich so begeistert?

Weil es ein derartiges einheitliches Verzeichnis in Deutschland nicht gibt.

Unter http://www.handelsregister.de kann man kostenlos ein paar Stammdaten von Firmen abrufen, die dort eingetragen sind. Aber gerade für die Einzelunternehmer (z. B. Übersetzungsagenturen als Einzelunternehmen) fehlt eine solche einheitliche Abfragemöglichkeit.

Verbraucher würden es bestimmt auch zu schätzen wissen, wenn sie prüfen können, wer ihr Vertragspartner, z. B. im E-Commerce ist.

Rechtlicher Hinweis

Ich habe nach bestem Wissen diesen Artikel geschrieben, kann jedoch keine Haftung für den Inhalt, besonders im zeitlichen und örtlichen Kontext übernehmen, ebenso für den Inhalt der verlinkten Seiten (eine Prüfung ist mir nicht möglich und nicht zuzumuten). Für die Folgen eines Befolgens oder Nichtbefolgens von Textpassagen, die Sie als Empfehlung o. ä. auffassen, übernehme ich ebenfalls keine Haftung. Dies ist keine Rechts- oder Steuerberatung.

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